Was genau ist Polyester? Erfahren Sie mehr in unserem Stofflexikon.

Polyester

Was ist Polyester?

Die Definition von Polyester

Polyester ist eine Chemiefaser und besteht aus Polyethylenterephthalat, kurz PET. Grundbaustoffe sind Steinkohle, Kalk, Erdöl und Erdgas. Polyester findet auch in anderen Einsatzgebieten Verwendung. Beispielsweise sind Plastikflaschen, sogenannte PET-Flaschen, ebenfalls aus Polyester gefertigt. Polyesterfasern sind in vielen Bereichen beliebt, da sie die höchste Reiß- und Scheuerfestigkeit aufweisen.

Die Herkunft von Polyester

Polyester wurde in den 1940er-Jahren in Großbritannien entwickelt und gehört zu den Kunststoffen. Hieraus lassen sich sowohl Fasern als auch Garne herstellen. Seit den 50er-Jahren gewann der Stoff immer mehr an Beliebtheit, denn er ist leicht zu reinigen, robust und flexibel anwendbar. Üblicherweise werden Produkte wie Vorhänge, Taschen und alltägliche Gebrauchsgegenstände wie Teppichunterlagen aus Polyester produziert.

Die Qualität von Polyester

Polyesterfasern sind um das Dreifache feiner als Seide. Außerdem ist der synthetische Stoff bekannt für seine hohe Formbarkeit, wodurch er die Eigenschaften anderer Stoffe wie beispielsweise die Feinheit und den Griff annehmen kann. Polyester lässt sich mit Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle verbinden, woraus ein stabiles und zugleich elastisches Gewebe entsteht.

Woraus besteht Polyester und wie wird es hergestellt?

Polyester besteht aus Polyestergranulat, auch Polyethylenterephthalat genannt, und wird mithilfe eines Schmelzspinnverfahrens zu Fasern geformt. Hierbei wird der Stoff auf 280°C erhitzt und geschmolzen. Die flüssige Masse wird dann über eine Spinndüse in einen Kaltluftschacht geleitet, in welchem sie in ihrer Faserform ausgesponnen wird und sich durch den Temperatursturz verfestigt. Haben sie die richtige Festigkeit erreicht, werden die neugewonnenen Fasern gestreckt und aufgewickelt. Hier lassen sich auch Feinheit, Glanz und Griff der Faser bestimmen.

Wie wasche ich Polyester?

Polyester ist pflegeleicht. Kleidungsstücke aus dem Stoff können Sie in der Maschine waschen: - Waschen Sie Polyester bei 30-60°C im Schonwaschgang. - Nur anschleudern, tropfnass aufhängen – das Material ist schnell trocknend und muss daher nicht in den Trockner. - Möchten Sie Polyester dennoch maschinell trocknen, wählen Sie ein schonendes Programm. - Der Stoff verträgt hohe Bügeltemperaturen. Da Kleidung häufig aus Mischgewebe besteht, achten Sie in jedem Fall auf die Pflegeanleitung auf dem Etikett.

Die Besonderheiten von Polyester

Polyesterstoff ist pflegeleicht, formbeständig, elastisch, knitterarm, weich, licht- und wetterbeständig und läuft nicht ein. Generell ist die Faser wenig saugfähig aber gut Feuchtigkeit transportierend. Aufgrund der Hitzebeständigkeit ist die Kunstfaser gut waschbar und schnell trocknend. Außerdem ist Polyester knitterarm, äußerst formstabil und somit sehr reiß- und abriebfest.

Warum ist Sportbekleidung häufig aus Polyester?

Da die Poren des Gewebes sehr klein sind, gelangen Wind und Wasser nicht hindurch. Schweiß kann jedoch je nach Verarbeitung des Stoffs durchdringen, weshalb sich Polyester für Sportbekleidung und technische Textilien anbietet. Polyester ist dreimal feiner als Seide und weist ebenfalls den Glanz und den Griff von Seidengewebe auf. Zudem lässt sich Polyester vergleichsweise preisgünstig herstellen.

Typische Produkte

Polyester findet dank seiner vielfältigen Eigenschaften unter anderem Verwendung bei diesen Produkten:

  • Mode, insbesondere Sport- und Outdoorkleidung 
  • Heimtextilien
  • Außenhüllen von Zelten

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