Denim ➤ Was ist das genau und woher stammt der Name?

Was ist Denim und woher kommt der Begriff? Wir klären auf!

Die Definition von Denim

Frankreich ist das Land der Mode, darum wundert es auch nicht, dass Denim ursprünglich aus diesem Land stammt. In der südfranzösischen Stadt Nîmes wurde ein robustes Baumwoll-/Hanffasergewebe für Bekleidung erfunden. „Serge de Nîmes“ (Gewebe aus Nîmes) war die korrekte Bezeichnung und wurde von den Amerikanern zu Denim verkürzt. Bekannt wurde das Gewebe allerdings erst durch die amerikanische Firma Levi Strauss.
Levi Strauss hat vor ungefähr 120 Jahren Kleidung für den Alltagsbedarf entworfen. Die Firma wollte eine robustere Hose für Arbeiter – insbesondere für Goldgräber – kreieren, die nicht ständig an den Nähten einreißt. So wurden die Hosen mit Nieten verstärkt und der feste, stärkere Stoff aus Nîmes eingesetzt. Die Denim-Jeans mit Nieten entstand.

Warum heißt die Hose aus dem Denim-Stoff Jeans?

Die Denim-Jeans ist schon längst keine Arbeiterhose mehr, sondern vielmehr ein modisches Kleidungsstück in vielfältiger Ausführung. Den Denim-Style haben bereits Filmstars wie James Dean und Marlon Brando für sich entdeckt.
Woher stammt jedoch der Name Jeans? Der Begriff Jeans hat seinen Ursprung in der italienischen Stadt Genua (französisch Gênes). Von hier stammt der erste Entwurf einer robusten Baumwollhose. Als dieser nach Amerika kam, entwickelte sich aus dem französischen Gênes das amerikanische Wort Jeans. Folglich wurde aus der Hosenform aus Gênes mit dem Gewebestoff aus Nîmes die Jeans aus Denim-Material.

Wie kommt die Denim-Farbe zustande?

Bei der Herstellung von Denim werden dicke reißfeste Baumwollgarne verwendet, wodurch das Denim-Material robust und schwer wird. Diese Garne werden durch eine sogenannte Köperbindung (eine der drei Grundbindungsarten für gewebte Stoffe) verwebt, damit sie noch widerstandsfähiger werden. Diese Webart verleiht der Denim-Jeans den schräg verlaufenden Grat. Was Sie wissen sollten: Beim Weben wird zwischen Kett- und Schussköper unterschieden. Kettköper wird das Garn genannt, welches bei dem gewebten Material auf der Oberseite des Kleidungsstücks liegt. Der Schussfaden ist auf der Rückseite und nicht sichtbar. Bei der Denim-Herstellung wird lediglich der Kettfaden mit Indigo (blaue Farbe) eingefärbt, der Schussfaden bleibt weiß. Daher kommt die Zweifarbigkeit des Denim-Styles: Die typische Blaufärbung der Jeans auf der Außenseite, und die weiß-blaue Innenseite, wenn die Hose auf links gedreht wird.
Da der Kettfaden nicht komplett durchgefärbt wird, entstehen durch diverse Waschungen viele verschiedene Denim-Farben und Farbeffekte.
Aber Vorsicht: Wer seine Denim-Jeans liebt, sollte diese nicht zu oft waschen. Denn mit jedem Waschgang geht ein Teil seiner ursprünglichen Färbung verloren.

Nähen mit dem Denim Stoff

Haben Sie schon mal versucht, einen Flicken auf eine Denim-Jeans zu nähen? Da das Denim-Material meist dick und robust ist, werden Sie mit einer normalen Nadel Probleme bekommen. Sie müssen viel Kraft aufwenden, um mit der Nadel auf der anderen Seite wieder herauszukommen. Nehmen Sie auf jeden Fall eine spitze Nadel, damit kommen Sie eher durch den dicken Stoff.
Wenn Sie mit einer Nähmaschine nähen wollen, verwenden Sie am besten eine Jeansnadel. Diese ist stärker und spitzer, sodass sie den Stoff besser durchstößt und nicht abbricht. Falls Sie beim Nähen auf eine Stecknadel treffen, sollten Sie die Nadel lieber austauschen. Wenn die feine Spitze einmal verbogen ist, kann sie unschöne Löcher in den Stoff reißen.
Noch ein Tipp: Bevor Sie mit dem Nähen starten, sollten Sie den Denim-Stoff waschen, damit er später nicht einläuft.

Was hat sich an der heutigen Denim-Jeans im Vergleich zu früher geändert?

Früher war die Denim-Jeans aus reiner Baumwolle und für die Arbeiterklasse vorgesehen. Heute ist der Denim-Style aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob Hosen, Westen, Jacken, Mäntel, Mützen oder gar Sessel und Sofas – aus Denim-Material wird fast alles entworfen. Bei Denim-Hosen haben Sie die Wahl zwischen unzähligen Designs wie Skinny-, High-Waist-, Boyfriend-, Bootcut- und Regular-Fit-Jeans – für jede Altersklasse, Modewelle und Figur gibt es die passende Denim-Jeans.
Aber auch der verwendete Denim Stoff ist mit der Zeit gegangen. Dem Denim-Material von heute wird häufig Polyester oder Elastan beigemischt, damit die Jeans eng anliegt und sich trotzdem dehnt – sonst hätten wir ein Problem beim Hinsetzen und Bücken. Durch den Elastananteil ist die Jeans zudem leichter und bequemer geworden. Aufgrund des Mischgewebes ist die Jeans jedoch nicht mehr so langlebig und widerstandsfähig wie einst.