Eine kleine Welt auf Rädern – Modellautos sammeln

von der Begeisterung, Modellfahrzeuge zu sammeln

… von der Begeisterung, Modellfahrzeuge zu sammeln. Woher kommt diese Leidenschaft und die Begeisterung für Modellautos?

Begeisterung, Sammelleidenschaft für alte Autos? Alte Autos, die auch noch dazu, in keinster Weise zum Fahren taugen, weil sie um ein Vielfaches ihrer normalen Größe „geschrumpft“ worden sind. Woher kommt diese Leidenschaft? Worin liegt die Begeisterung für Modellautos, -traktoren und -motorräder begründet? Wieso beschäftigen sich viele erwachsene Menschen mit mit dem Thema Modellautos sammeln? – Brechen Sie mit mir auf in eine kleine Welt auf Rädern …

Welche Gefühle verbinden viele Sammler mit Modellautos?

Um sich dem Phänomen Modellautos sammeln anzunähern, muss man einer Frage nachgehen. Was genau die Faszination an den kleinen Flitzern ausmacht. Welche Gefühle kommen bei Sammlern von Modellfahrzeugen auf, wenn sie ein Modell im Katalog oder Internet sehen? Drei Faktoren spielen dabei eine wesentliche Rolle:

  1. Die Faszination für luxuriöse und schnelle Autos und Motorräder, die man sich in der Realität niemals leisten könnte. Auf einmal hält man den Porsche, den Mercedes, die Horex selbst in der Hand. Kann das Modell von allen Seiten betrachten, die Lenkung ausprobieren, Türen und Kofferraum öffnen und sich selbst ans Steuer träumen …
  2. Selbstverständlich spielen Nostalgie und Erinnerung an die eigene Kindheit und Jugend eine große Rolle: Man sieht das Auto wieder, das den Eltern gehörte, den Campingbus, in dem man als 20-Jähriger in den Urlaub gefahren ist, sein erstes eigenes Auto und fühlt sich an eine wundervolle Zeit ohne Sorgen und Nöte erinnert.
  3. Auch die schiere Auto- und Technikbegeisterung lassen bei Vielen eine lebenslange, begeisterte Sammelleidenschaft ausbrechen. Endlich hat man durch die bis in die kleinste Kleinigkeit genau gearbeiteten Modelle das Auto genau vor sich und kann nach Herzenslust seiner Detailversessenheit frönen. Von der Radfelge, über den Schaltknüppel bis hin zum Tank oder Reserverad, hier ist alles an seinem realen Platz und alles zu Bestaunen und Betasten …

 

Was sind die beliebtesten Modelle der Deutschen?

Vor allem deutsche Fabrikate sind hierzulande naturgemäß beim Thema Modellautos sammeln am meisten gefragt. Historische Coupés, Cabriolets, Straßenkreuzer, Sportwagen und LKWs von Mercedes-Benz, Porsche und VW stehen hoch im Kurs. Dabei finden Modelle, deren Vorbilder schon zu Produktionszeiten Kult waren den höchsten Absatz. Hier sind vor allem die Modelle Käfer, Transporter und Golf (vor allem die Modelle I und II) von VW, die S-Klasse und der Unimog von Mercedes-Benz, diverse Traktoren von Lanz und Hanomag sowie nahezu alle Porsche-Modelle zu nennen.

Was bedeuten die Größen-Maßstäbe und welcher ist der häufigste?

Die Größen-Maßstäbe von Modellen geben das Größenverhältnis der kleinen Nachbildung zum großen Original an. Bei Fahrzeug-Modellen sind die gängigsten Maßstäbe 1:18, 1:32, 1:43 und 1:87. Der große Maßstab 1:18 zeichnet sich dabei durch seinen Detailreichtum aus. Die Türen, Motor- und Kofferraumhauben sind in der Regel zu öffnen. Das Lenkrad und somit auch die Räder sind beweglich, die Reifen oft aus Gummi, um der Original-Haptik nahe zu kommen.

 

 

Die sehr gängigen, mittelgroßen Maßstäbe 1:32 und 1:43 stellen das Modell in Abhängigkeit zum Vorbild entsprechend kleiner da. Diese sehr beliebten Maßstäbe machen das verkleinerte Fahrzeug entsprechend handlicher, dafür sind oft nicht so viele Funktionen verfügbar und das Modell ist weniger detailreich. Der Maßstab 1:87 ist recht klein. Er stellt das Modell in der häufigsten Größe für Kinderspielzeugautos dar. Der Verkauf erfolgt nicht selten in 2er- oder 3er-Sets. Häufig sind hierbei die Räder und das Lenkrad nicht mehr beweglich und die Außen- und Innenraumdetails des Fahrzeugs sind wenig ausgeprägt. Die Reifen sind nicht mehr aus Gummi und die Türen lassen sich in der Regel nicht öffnen.

Was ist für Sammler bei einem Modellauto besonders wichtig?

Material und Verarbeitung entscheiden auch beim Modell sammlen über die Wertigkeit des Produktes. Besteht ein Modell nur aus Kunststoffteilen, wird es sehr wahrscheinlich nicht ihr Gefallen finden. Für die Herstellung von Modellfahrzeugen haben sich gegossene und bedruckte Zinkteile, kombiniert mit Kunststoff- und Fotoätzteilen etabliert. Besonders die gut sichtbaren Teile wie Karosserie und Räder sollten immer eine feste, strapazierfähige und dadurch wertige Haptik haben.

Welche Modelle sind bei Sammlern am beliebtesten?

Wie bei den großen Vorbildern sind es auch bei Modell-Fahrzeugen diejenigen, die nicht so einfach zu finden sind, da sie entweder von Anfang nur in geringer Stückzahl produziert wurden oder ein Sondermodell/eine Sonderanfertigung darstellen, das aus der „breiten Masse“ der Serienproduktionen heraussticht. Wie viele andere beliebte Sammelobjekte sind auch hochwertige Modellfahrzeug-Raritäten als kleine Kapitalanlagen zu betrachten. Der Wert kann theoretisch mit jedem Jahr steigen. Abgesehen vom nicht zu beziffernden Sammlerwert mancher Modelle, gibt es auch immer wieder Fabrikate und Typen, die bei Auktionen oder anderen Sammlern hohe Preise erzielen. Denken Sie also bitte zweimal nach, die ererbte Sammlung einfach auf einem Flohmarkt zu veräußern. Sie könnten nämlich im Besitz von wahrhaften, kleinen Schätzen sein …

Was ist der Unterschied zwischen den Modell-Typen?

Für den klassischen Modellfahrzeug-Sammler gibt es vor allem zwei Hauptunterscheidungsmerkmale, was die Modell-Typen ihrer Sammlung angeht. Das eine sind die Standmodelle, die, der Name verrät es bereits, aufs Regalbrett, in die Vitrine oder den Schrank gestellt werden und hier vor allem durch ihre große Detailtreue und hochwertige Verarbeitung gefallen sollen. Davon zu unterscheiden ist das Funktionsmodell. Dieses darf von seinem realen Vorbild um einiges abweichen. So sind bei manchen Funktionsmodellen – man denke an Spielzeugautos und Miniatur-Rennautos für Kinder – die Fahrzeuge, denen Sie nachempfunden sind, höchstens noch angedeutet, aber kaum noch zu erkennen. Bei den Funktionsmodellen (sehr selten auch bei Standmodellen) besitzt das Modell zudem einen kurzen Antrieb: Mittels eines Federmechanismus, der durch Rückwärtsfahren des Fahrzeugs gespannt wird, saust es, wenn man es loslässt, eine kurze Zeit nach vorne und vermittelt so ein realistisches Fahrgefühl.

Für welchen Miniatur-Typen Sie sich auch begeistern, ich hoffe, dass dieser kurze Beitrag Sie zumindest etwas neugierig auf eine kleine Welt auf Rädern gemacht hat …

Ihre
Regina Schmidt

Regina Schmidt

„An jedem Einzelnen liegt es, ob aus einem Haus ein Zuhause wird“. Ganz nach diesem Motto bin ich bei BADER für alles was Haus und Garten betrifft in meinem Element.

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